Kleine Begebenheit aus dem Lerntraining … vor gar nicht allzu langer Zeit:

Endlich Frühling, endlich ein wenig Wärme, gut gelaunt fuhr ich zum Institut. Deutlich zu spüren, der Frühling kommt, alle Kolleginnen haben wunderbare Laune und berichten von ihrem ersten warmen Gartenwochenende.

Das Lerntraining beginnt, es würde mein „langer Tag“ anstehen, ich habe heute Therapie bis in den frühen Abend.

Prächtig gelaunte Kinder, viele Erzählungen von Radtouren, Spaziergängen und dem ersten Eis des Jahres … Nur meine Laura* hat ein betrübtes Gesicht, mag nicht recht lächeln und wirkt bedrückt.

Wir schreiben, lesen, arbeiten mit ihren heißgeliebten Lautgebärden, es gibt sogar noch ein Wimmelbild – ihre Stimmung bleibt finster. Was kann ich nur tun? Habe ich was falsch gemacht? Liebevoll machen wir gemeinsam eine Entspannungsreise auf dem „Zauberteppich“ und endlich nennt sie mir den Grund für all den Kummer. Sie weint ein wenig und lässt mich mit leiser Stimme wissen, dass sie sich so gar nicht auf die Ferien freuen kann, denn dann ist ja gar kein I.D.L.

Erleichtert und berührt sinken wir in die Kissen … es sind auch nur 2 Wochen!

Silke Lissi, Lerntrainerin in Bochum

 

*Name geändert

LRS-Förderung: Geschichten aus dem I.D.L.-Lerntraining, Teil 2

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