auch Lese-Rechtschreibstörung/LRS

Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert Lese-Rechtschreibstörung (Legasthenie) als Entwicklungsstörung des Lesens und Schreibens (ICD-10). In Abgrenzung zu anderen Lese-/und Rechtschreibproblemen ist Legasthenie eine umschriebene Störung im Erlernen der Schriftsprache, die nicht durch eine allgemeine Beeinträchtigung der geistigen Entwicklungs-, Milieu- oder Unterrichtsbedingungen erklärt werden kann.

Je nachdem, ob die Definition eher aus dem medizinischen, pädagogischen oder psychologischen Fachbereich kommt,  wird unter Legasthenie die angeborene Form der Lese-Rechtschreibstörung verstanden; in Abgrenzung dazu meint Lese-Rechtschreibschwäche  dann manchmal eher eine erworbene Form von Schwäche durch z.B. Unterrichtsausfall.

Wir unterstützen die Definition, die nicht innerhalb der Ursachen unterscheidet. Kinder, die in einem normierten Testverfahren schlechter abschneiden als 85% der gleichen Altersgruppe (= Prozentrang ≥ 15) benötigen unabhängig von der zugrundeliegenden Ursache zusätzliche Unterstützung beim Erwerb des Lesens und Schreibens.

Legasthenie